Sonntag, 9. August 2009

ORANIENBURGER STRAßE 18 BERLIN-MITTE


In Kremsern fuhren die Berliner im ausgehenden 18. Jahrhundert durch das Spandauer Tor hinaus in die grüne Vorstadt, um in den dortigen Gartenlokalen zu entspannen. Um sich von der höfischen Gesellschaft ebenso wie vom kleinen Manne abzugrenzen, gründeten die gutsituierten Herrschaften Clubs - sogenannte Ressourcen. Die Mitglieder zahlten einen nicht unerheblichen monatlichen Beitrag. Damit war der geschlossene Zirkel von vornherein einer gewissen Schicht vorbehalten.

Die "Therbuschsche Ressource" nutzte für seine Sommervergnügen das Gartenhaus des Kriegsrates Therbusch in der Oranienburger Straße 18. Die Vereinsmitglieder gestalteten den Gemüsegarten zwischen Krausnickstraße und Große Hamburger Straße zu einem gediegenen Park um. 1840 beschlossen sie für Konzerte und Bälle, einen Saal anzubauen.

Zuletzt war in der Oranienburger Straße 18 das Psychologische Institut der Humboldt-Universität untergebracht. Erhalten blieb der sieben Meter hohe und 240 Quadratmeter große Ballsaal mit seinen mit den Rundbogenfenstern.

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